Pädagogische Hochschule

"Haydns Schöpfung reloaded": Ein Bericht zum Musiktheater vom 30. und 31. Januar 2019 im Tinguely Museum, Basel

Zu Beginn der Veranstaltung war der Publikumsbereich im Tinguely Muesum voll von Schüler und Schülerinnen, die sich mit ihren Handys beschäftigten. Als Zuschauer stand man ausserhalb des Geschehens und wusste nicht was passiert. Es betraten immer mehr Menschen den Raum und gaben undefinierbare Geräusche von sich. Mit dieser Szenerie nahm das Musikthater «Haydns Schöpfung reloaded» seinen Anfang.

Von allen Seiten erklangen Geräusche, Melodiefetzen oder Klänge von Instrumenten, so dass sich das Publikum inmitten des Geschehens befand. Jemand sang auf dem Balkon, ein weiterer sang inmitten des Orchesters und der Chor des Gymnasiums Kirschgarten Basel hatte sich im ganzen Raum verteilt. Während der ganzen Vorstellung wurden die Räumlichkeiten optimal ausgenutzt und jeder freie Platz wurde mindestens einmal bespielt. So entstand ein Netz aus verwobenen Schauplätzen des Geschehens.

 

Die drei Solisten Maya Boog, Michael Feyfar und Robert Koller und der Chor des Gymnasiums Kirschgarten standen immer wieder im Konflikt mit den drei Schulklassen des Gymnasiums, denn die Solisten und der Chor stellten das Oratorium «die Schöpfung» von Haydn dar, während die Gymnasiasten die moderne Entstehungsgeschichte unseres Planeten verkörperten.

Die Gymnasiasten lockerten die klassische Musik mit witzigen, unterhaltsamen Darbietungen auf, wie zum Beispiel mit einem Planetenbüro Uranus, wo in einer Mikrowelle ein neuer Planet geschaffen wurde. Eine weitere Szene zeigte eine Diskussion zwischen einem Wissenschaftler, der die Entstehung der Erde fachkundig beweisen wollte, und verschiedenen Engeln, die an die Schöpfung durch Gott glaubten. Diese Szenerien wurden musikalisch vom Kammerorchester Basel untermalt.

 

Das Oratorium von Joseph Haydn wurde passend zum Thema «Transform» der Veranstaltungsreihe «Musik & Mensch», in ein wunderbares Spektakel transformiert. Ob musikalisch oder nicht musikalisch, die Inszenierung hat alle Zuschauer abgeholt. Das hat zu einem sehr gelungenen Abend geführt.

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Institut Primarstufe – Shari Uhlig

 

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